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Dienstnehmer und Lehrlinge: verpflichtend krankenversichert

Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen, also Arbeiter und Angestellte, sind verpflichtend sozialversichert. Dazu gehören die gesetzliche Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung. Ob man in allen Zweigen versichert ist, hängt von der Höhe des Einkommens ab. Arbeiten Sie in Oberösterreich, ist in der Regel die OÖGKK für die Sozialversicherung zuständig. Auch freie Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen sowie Lehrlinge sind bei der OÖGKK versichert. 

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Unter Dienstnehmern und Dienstnehmerinnen versteht man Arbeiter und Angestellte, die unselbstständig erwerbstätig sind. Das heißt: Sie arbeiten für einen Dienstgeber und erhalten dafür ein Bruttoeinkommen (Entgelt). Auch Lehrlinge und Personen mit freiem Dienstvertrag (freie Dienstnehmer) sind pflichtversichert. Wer in Oberösterreich unselbstständig arbeitet, ist in der Regel bei der OÖGKK krankenversichert – sofern das Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze von EUR 425,70 (Wert 2017) liegt. Die Betroffenen können bestimmte Angehörige (z. B. Ehepartner, Kinder etc.) mitversichern, die dann auch einen Schutz durch die Krankenversicherung haben.

Bestimmte Personengruppen sind nicht bei der Gebietskrankenkasse, sondern bei einem anderen gesetzlichen Versicherungsträger versichert, z. B. Beamte und (neue) Vertragsbedienstete, bei Eisenbahnen und im Bergbau Beschäftigte oder Versicherte von Betriebskrankenkassen. Auch Unternehmer und Bauern haben eigene Sozialversicherungen. 


Krankenversicherung: 7,65 % des Bruttoeinkommens 

Ein Dienstgeber muss jeden Mitarbeiter bzw. jede Mitarbeiterin vor Arbeitsantritt bei der zuständigen Gebietskrankenkasse zur Sozialversicherung anmelden und ihm bzw. ihr eine Anmelde-Bestätigung darüber geben. Erfolgt die Anmeldung nicht, hat der Dienstgeber mit Sanktionen zu rechnen. Der Anteil der Krankenversicherung beträgt 7,65 % des monatlichen Bruttoeinkommens (Entgelt). Ungefähr die Hälfte davon zahlt der Dienstnehmer, die andere Hälfte der Dienstgeber. Die genaue Aufschlüsselung von Beiträgen zur Sozialversicherung bzw. Sozialabgaben und den jeweiligen Anteilen von Dienstnehmern und Dienstgebern finden Sie in den beitragsrechtlichen Basisdaten.   


Krankenversicherung erst über Geringfügigkeitsgrenze 

Zum Schutz durch die Sozialversicherung zählen für Dienstnehmer, freie Dienstnehmer und Lehrlinge die Krankenversicherung, Unfallversicherung, Pensionsversicherung und im weiteren Sinne auch die Arbeitslosenversicherung. In allen diesen Zweigen ist jedoch nur versichert, wer ein Bruttoeinkommen (Entgelt) über der Geringfügigkeitsgrenze hat. Die Geringfügigkeitsgrenze beträgt derzeit EUR 425,70 (Wert 2017) monatlich. Wer bis zur Geringfügigkeitsgrenze verdient, ist nur in der Unfallversicherung pflichtversichert, nicht aber in der Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung. Eine freiwillige Selbstversicherung für geringfügig Beschäftigte in der Kranken- und Pensionsversicherung ist jedoch möglich. 

Zuletzt aktualisiert am 22. Dezember 2016