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Grenzgänger in Rente und Angehörige

Wenn Grenzgänger und Grenzgängerinnen in Rente nicht im ehemaligen Beschäftigungsland wohnen, ist grundsätzlich die Krankenversicherung des Wohnortlandes zuständig. Unter gewissen Bedingungen können ehemalige Grenzgänger und ihre Angehörigen jedoch auch Leistungen der Krankenversicherung des ehemaligen Beschäftigungslandes in Anspruch nehmen.


Waren Sie in den letzten fünf Jahren vor Pensionsantritt (Rentenbeginn) mindestens zwei Jahre lang Grenzgänger oder Grenzgängerin, haben Sie auch im ehemaligen Beschäftigungsland Anspruch auf Sachleistungen (z. B. Krankenbehandlung). Sie können sich also aussuchen, ob Sie im Wohnortland oder im ehemaligen Beschäftigungsland behandelt werden möchten. Voraussetzung ist ein entsprechender Antrag bei der zuständigen Krankenkasse im Wohnortland. Ist Oberösterreich das Wohnortland, schicken Sie einen linkAntrag auf Weitergewährung von Sachleistungen  an die OÖGKK.


Sonderfall bei Fortsetzung einer Behandlung 

Erfüllen Sie als Grenzgänger in Rente die oben genannten Kriterien nicht, ist für Sie ausschließlich die Krankenkasse Ihres Wohnortlandes zuständig. Einzige Ausnahme: Es handelt sich um die Fortsetzung einer Behandlung, die während Ihrer Zeit als aktiver Grenzgänger im Beschäftigungsland begonnen wurde. Diese Behandlung können Sie auch nach Ihrer Pensionierung in Ihrem ehemaligen Beschäftigungsland fortsetzen. Leistungen gibt es jedoch nur für die Behandlung dieser einen konkreten Erkrankung.

 

Regelungen für mitversicherte Angehörige 

Alle hier genannten Regelungen gelten unter gewissen Voraussetzungen auch für Familienangehörige, sofern sie zum Zeitpunkt des Pensionsantritts des Grenzgängers bereits als Angehörige mitversichert waren. Derzeit erlauben sieben von 28 EU-Staaten (darunter Österreich und Deutschland) den im Ausland wohnenden Angehörigen von Grenzgängern bzw. Grenzgängerinnen in Rente, auch Leistungen im Beschäftigungsland in Anspruch zu nehmen. Die betroffenen Angehörigen haben dadurch Wahlfreiheit, wo sie sich behandeln lassen wollen. 

Zuletzt aktualisiert am 18. September 2017