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Grenzgänger: Pendeln zum Job über die Staatsgrenze

Grenzgänger und Grenzgängerinnen pendeln täglich oder zumindest einmal pro Woche über eine Staatsgrenze zur Arbeit in einen anderen Staat. Egal, ob sie in Österreich wohnen und im Ausland arbeiten oder umgekehrt: Grenzgänger sind immer in dem Land krankenversichert, in dem sie arbeiten. Sie können aber auch Leistungen der Krankenversicherung dort erhalten, wo sie wohnen. Achtung: Die Regeln für Grenzgänger gelten nicht bei Entsendungen ins Ausland!

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In dem Land, in dem Sie als aktiver Grenzgänger oder aktive Grenzgängerin beschäftigt sind, erhalten Sie dieselben Leistungen wie die Einheimischen, die dort bei derselben Krankenkasse versichert sind. Innerhalb der EU können Sie auch Sachleistungen (z. B. Behandlung beim Arzt bzw. im Spital) bei der Krankenkasse Ihres Wohnortes in Anspruch nehmen. Dafür müssen Sie jedoch einen Antrag bei der Krankenkasse des Beschäftigungslandes stellen. Mit diesem Antrag prüft Ihre dort zuständige Krankenkasse, ob das dafür vorgesehene Anspruchsformular (E 106) ausgestellt werden kann. Nur damit kann Ihre Krankenkasse im Wohnortland Leistungen mit Ihrer Krankenkasse im Beschäftigungsland abrechnen. Die Bestimmungen gelten auch für die Schweiz und linkEWR-Staaten.

 

Die wichtigsten Regeln für aktive Grenzgänger

  • Wenn Sie in Oberösterreich arbeiten, aber im Ausland wohnen, stellen Sie den linkAntrag auf Auslandsbetreuung  bei der OÖGKK. Wohnen Sie in Österreich und arbeiten Sie im Ausland, wenden Sie sich an Ihre ausländische Krankenkasse. 
  • Für Geldleistungen wie Krankengeld oder Wochengeld (bei Geburt eines Kindes) ist ausschließlich die Krankenkasse des Beschäftigungslandes zuständig. 
  • Wenn Sie in Ihrem Wohnortland krank werden und daher nicht arbeiten können, müssen Sie als Versicherter Ihrem Arbeitgeber und der Krankenkasse des Beschäftigungslandes eine ärztliche Bestätigung über Ihre Arbeitsunfähigkeit schicken.

  

Haben Sie Familienangehörige mitversichert, die ebenfalls in Ihrem Wohnortland leben? Mehr Informationen

Sind Sie ehemaliger Grenzgänger bzw. Grenzgängerin und jetzt in Pension? Mehr Informationen



Zuletzt aktualisiert am 18. September 2017