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Beschäftigung in mehreren Staaten

Ist ein Dienstnehmer oder eine Dienstnehmerin innerhalb Europas in mehreren Staaten gleichzeitig beschäftigt, ist trotzdem nur ein einziger Staat für die Sozialversicherung zuständig. Dieser Grundsatz gilt für die Länder der EU, des EWR und die Schweiz. Welcher Staat zuständig ist, hängt von mehreren Faktoren ab und ist im Einzelfall zu klären. 


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Welcher Staat für Ihre Sozialversicherung zuständig ist, wenn Sie über Staatsgrenzen hinweg mehrfach beschäftigt sind, muss man im Einzelfall entscheiden. Dabei sind folgende Grundsätze zu beachten: 

  • Arbeiten Sie gleichzeitig in mehreren Staaten, aber für einen einzigen Dienstgeber, ist jener Staat für die Sozialversicherung zuständig, in dem der Dienstgeber seinen Sitz hat. 
  • Sind Sie über Staatsgrenzen hinweg gleichzeitig unselbstständig für einen Dienstgeber und selbstständig als Unternehmer tätig, ist jener Staat zuständig, in dem Sie unselbstständig erwerbstätig sind. 
  • Ist nicht eindeutig klar, welcher Staat zuständig ist, erfolgt eine Entscheidung auf Basis mehrerer Kriterien, z. B.: In welchem Staat findet Ihre Beschäftigung überwiegend statt? Wo ist der Sitz des Dienstgebers bzw. der Dienstgeber? In welchem Staat verdienen Sie den überwiegenden Teil Ihres Einkommens? Wo haben Sie Ihren Wohnsitz bzw. Lebensmittelpunkt? 
  • Auf Antrag kann die Zuständigkeit für die Sozialversicherung im Einzelfall in ein anderes Land verschoben werden. Ansprechpartner dafür ist in Österreich das linkSozialministerium
  • Wenn Sie für Ihren Dienstgeber im Inland in einem anderen Staat tätig sind und darüber hinaus keine andere Beschäftigung im Ausland haben, gelten die genannten Grundsätze nicht. Es ist stattdessen zu prüfen, ob die Kriterien für eine Entsendung ins Ausland vorliegen.

 

Kontaktieren Sie sofort die zuständigen Ansprechpartner bei den Sozialversicherungen beider Staaten, sobald Sie eine zweite Beschäftigung in einem anderen Staat aufnehmen. Wenn Sie in Oberösterreich für einen Dienstgeber arbeiten, ist Ihre Ansprechpartnerin die OÖGKK.  

Zuletzt aktualisiert am 03. Februar 2017