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Krankenversicherung für mitversicherte Angehörige

Wer gesetzlich krankenversichert oder freiwillig selbst versichert ist, kann bestimmte Mitglieder der Familie in der Krankenversicherung mitversichern. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, ist die Mitversicherung beitragsfrei, also für die Betroffenen kostenlos. In bestimmten Fällen ist jedoch ein Zusatzbeitrag zu zahlen.  

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Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Mitversicherung: 

  • Der Angehörige darf selbst keine gesetzliche Krankenversicherung haben.
  • Der Angehörige muss seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben.
  • Das Familienmitglied, bei dem sich Angehörige mitversichern, muss entweder eine Pflichtversicherung oder eine Selbstversicherung (nach Paragraph 16 ASVG) in der Krankenversicherung haben. Eine Pflichtversicherung kann z. B. durch eine Beschäftigung, eine Pension oder eine Leistung des linkArbeitsmarktservice (AMS) vorliegen.

 

Ist ein Angehöriger im Ausland erwerbstätig, gesetzlich krankenversichert oder bezieht eine ausländische Pension (Rente), gelten eigene Bestimmungen. Eine Prüfung des Einzelfalls ist notwendig. Bei Selbstversicherungen ist der Kreis der Angehörigen, die mitversichert werden können, eingeschränkt. Bestimmte freiberuflich tätige Personen mit Kammermitgliedschaft (z. B. Rechtsanwälte, Ärzte) können nicht als Angehörige mitversichert werden.

  

Für welche Mitglieder der Familie ist eine Mitversicherung möglich? 

Eine Mitversicherung kommt für folgende Angehörige in Frage: 

  • Ehegatten und Ehegattinnen.
  • eingetragene Partner und Partnerinnen.
  • Lebensgefährten und Lebensgefährtinnen, egal, ob gleich- oder andersgeschlechtlich, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.
  • Kinder unter 18 Jahren (gilt auch für Stiefkinder, Wahlkinder, Enkelkinder und Pflegekinder).
  • Kinder ab 18 Jahren, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind (z. B. Studium, Erwerbsunfähigkeit).
  • Familienangehöriger, der in der Hausgemeinschaft lebt und unentgeltlich den Haushalt führt („Haushaltsführer“), sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Eine Prüfung des Einzelfalls ist notwendig.


Zusatzbeitrag oder beitragsfreie Mitversicherung? 

Unter bestimmten Bedingungen ist eine beitragsfreie, also kostenlose Mitversicherung möglich, z. B. für Kinder, für Partner und Partnerinnen, die Kinder erziehen, oder für pflegende Angehörige. Lesen Sie dazu mehr Details unter den jeweiligen Menüpunkten.

 

Treffen die Bedingungen für eine beitragsfreie Mitversicherung nicht zu, muss der krankenversicherte Partner, bei dem man mitversichert ist, 3,4 % Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung zahlen. Beitragsgrundlage, mit der die Höhe des Zusatzbeitrags berechnet wird, ist z. B. das Brutto-Einkommen (Entgelt) bzw. Pension des versicherten Familienmitglieds. Bei Personen mit Selbstversicherung ist die Beitragsgrundlage ein im Gesetz festgelegter Betrag. Je nach wirtschaftlichen Verhältnissen oder sozialer Schutzbedürftigkeit kann der Zusatzbeitrag herabgesetzt oder nachgelassen werden. Dabei ist der Einzelfall zu prüfen.


Zuletzt aktualisiert am 21. Februar 2017