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Beschäftigt bei mehreren Dienstgebern

Wenn Sie mehr als einen bezahlten Job haben, sollten Sie sich in folgenden Fällen genauer informieren. Fall 1:  Sie sind geringfügig beschäftigt, dann müssen Sie in bestimmten Fällen Beiträge nachzahlen. Fall 2: Sie haben durch mehrere Jobs ein Einkommen über der Höchstbeitragsgrundlage. Dann können Sie sich Geld zurückholen. 

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Wenn Sie für mehrere Dienstgeber arbeiten, sind Sie auch mehrfach in der Sozialversicherung pflichtversichert. Sie bezahlen Sozialversicherungsbeiträge für jede einzelne Beschäftigung bis zur Höchstbeitragsgrundlage. In folgenden beiden Fällen sollten Sie sich genau informieren:

 

Fall 1: Nachzahlung bei Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze


Wenn Sie für mehrere Dienstgeber gleichzeitig geringfügig arbeiten und die Summe der einzelnen Brutto-Einkommen (Entgelt) die Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreitet, sind Sie nur unfallversichert. Die Beiträge bezahlen Ihre Dienstgeber. Überschreitet die Summe Ihrer einzelnen Brutto-Einkommen jedoch die Geringfügigkeitsgrenze von derzeit monatlich EUR 425,70 (Wert 2017), entsteht eine Vollversicherung, das heißt: Sie zahlen für die betroffenen Monate Beiträge zur Kranken- und Pensionsversicherung nach. Mehr zur Nachzahlung bei mehrfacher Beschäftigung…. Dasselbe gilt, wenn Sie neben einem vollversicherten Dienstverhältnis eine oder mehrere geringfügige Beschäftigung/en ausüben. Bitte beachten Sie: Eine Arbeitslosenversicherung besteht durch die Nachzahlung in beiden Fällen nicht. Unter „Geringfügig beschäftigt“ finden Sie dazu weitere wichtige Informationen.

Nachzahlungen sind auch möglich, wenn Sie mit Dienstleistungsschecks entlohnt werden. Allerdings wird die Geringfügigkeitsgrenze anders berechnet und beträgt EUR 583,15  (Wert 2017). Mehr Informationen…

  

Höchstbeitragsgrundlage: Rückerstattung von Beiträgen

 Wenn Sie bei mehreren Dienstgebern beschäftigt sind, bezahlen Sie als Dienstnehmer zunächst für jedes einzelne Dienstverhältnis Sozialversicherungsbeiträge. Diese behalten bereits Ihre Dienstgeber ein. Übersteigt die Summe Ihrer Brutto-Einkommen allerdings die Höchstbeitragsgrundlage, können Sie Beiträge zur Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung zurückfordern – und zwar die Sozialversicherungsbeiträge über der Höchstbeitragsgrundlage. Bei der Berechnung, ob diese überschritten wurde, betrachtet man das Einkommen des gesamten Kalenderjahres inklusive Sonderzahlungen und nicht den einzelnen Kalendermonat. Für die Rückerstattung stellen Sie, wenn Sie in Oberösterreich arbeiten, einen Antrag bei der OÖGKK und zwar innerhalb von drei Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, für das Sie Beiträge zurückfordern. Der Antrag bei der OÖGKK gilt für Mehrfachbeschäftigung innerhalb des ASVG also wenn mehrere Dienstverhältnisse mit einer Anstellung gleichzeitig bestehen. Lesen Sie dazu mehr unter „Rückerstattung von Beiträgen“.

 

Sind Sie gleichzeitig bei einem Dienstgeber beschäftigt und selbstständig tätig? Mehr Informationen…

Zuletzt aktualisiert am 11. Januar 2017