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Die OÖGKK und Ihr Sozialversicherungsbeitrag

Wer mit Arbeit etwas verdient, ist in Österreich sozialversichert und zahlt dafür Beiträge. Dafür profitieren der Versicherte und seine Angehörigen von umfassender sozialer Sicherheit. Die OÖGKK ist in Oberösterreich die größte Drehscheibe für alle Sozialversicherungsbeiträge und sonstigen Sozialabgaben und leitet diese an die zuständigen Stellen weiter. 

Beiträge und Grenzwerte

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Was sind Sozialversicherungsbeiträge?

Der Sozialversicherungsbeitrag ist der Beitrag für die gesetzliche Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung. Aber auch andere Beiträge sind darin enthalten, darunter z. B. die Arbeitslosenversicherung, die Arbeiterkammerumlage, die betriebliche Mitarbeitervorsorge („Abfertigung neu“) oder der Zuschlag zur Insolvenz-Entgeltsicherung – dieser Zuschlag sichert im Fall einer Firmenpleite bzw. eines Konkurses die finanziellen Ansprüche der betroffenen Mitarbeiter. Die Höhe der Sozialversicherungsbeiträge hängt von der Höhe des versicherungspflichtigen Einkommens ab. Im Gegensatz zu privaten Versicherungen müssen Sie für zusätzliche Risiken wie Alter oder Vorerkrankungen nichts extra zahlen. In der Krankenversicherung erhalten Niedrigverdiener dieselben Sachleistungen wie Besserverdiener.  

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Dienstgeber und Mitarbeiter teilen sich die Sozialversicherungsbeiträge 

Die Sozialversicherungsbeiträge werden in der Regel zwischen Dienstnehmer und Dienstgeber aufgeteilt. Beiträge zur Unfallversicherung und bestimmte andere Sozialabgaben zahlt nur der Dienstgeber, etwa die Beiträge zur betrieblichen Mitarbeitervorsorge. Wer bei einem Dienstgeber beschäftigt ist, zahlt in der Regel rund 18 % seines Bruttoeinkommens (Entgelt) an Sozialversicherungsbeiträgen. Dazu kommt noch der Beitrag des Dienstgebers, der in Summe etwas höher ist als jener seines Mitarbeiters. Mehr dazu finden Sie in den beitragsrechtlichen Basisdaten. Von jedem Bruttoeinkommen ist zusätzlich die Lohnsteuer an das Finanzamt abzuliefern. Sowohl Sozialversicherungsbeitrag als auch Lohnsteuer zieht der Dienstgeber seinem Mitarbeiter vom Bruttoeinkommen ab.

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Die OÖGKK verteilt die Beiträge an die zuständigen Stellen weiter

Sämtliche Sozialversicherungsbeiträge überweist der Dienstgeber für in Oberösterreich beschäftigte Personen an die OÖGKK und in anderen Bundesländern an die jeweilige Gebietskrankenkasse. Die OÖGKK behält als Krankenkasse nur den Krankenversicherungsbeitrag ein und leitet die anderen Beiträge an die jeweils zuständige Stelle weiter, z. B. an die Unfall- oder Pensionsversicherungsanstalt, an das Arbeitsmarktservice oder die Arbeiterkammer. Für den Dienstgeber ist das praktisch, weil er nicht Beiträge an mehrere Institutionen abliefern muss.

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Dienstgeber müssen ihre Mitarbeiter anmelden

Der Dienstgeber ist verpflichtet einen Mitarbeiter vor Dienstantritt bei der OÖGKK anzumelden. Manche Personengruppen sind jedoch nicht bei der Gebietskrankenkasse ihres Bundeslandes versichert, sondern voll oder teilweise bei anderen Versicherungsträgern. Das gilt z. B. für Beschäftigte im öffentlichen Dienst (Beamte, neue Vertragsbedienstete), bei Eisenbahnen und im Bergbau, für unselbstständig Erwerbstätige (Unternehmer) und Landwirte.


Ihr Sozialversicherungsbeitrag








Von jedem Euro, der einem Angestellten vom Bruttogehalt als Sozialversicherungsbeitrag abgezogen wird, erhält die Krankenkasse 19 Cent. Die restlichen 81 Cent leitet die OÖGKK an andere Institutionen weiter.

Zuletzt aktualisiert am 22. Februar 2017