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Medizinische Information Grippeimpfung

Die Grippe („Influenza“) ist eine oft unterschätzte Krankheit, die zu gesundheitlichen Komplikationen führen kann. Eine Impfung ist vor allem für bestimmte Risikogruppen zu empfehlen, z. B. ältere Menschen oder Personen mit bestimmten Vorerkrankungen.


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Warum Grippeimpfung? 

Grippe (Influenza) wird durch Viren ausgelöst. Sie ist eine ernst zu nehmende Krankheit. Begleiterkrankungen an Herz, Lunge oder zentralem Nervensystem sind möglich und können z. B. für ältere oder geschwächte Menschen gefährlich werden. Vor allem Lungenentzündungen sind häufig.  

 

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Welche Symptome hat eine Grippe? 

Typisch ist der plötzliche, schlagartige Beginn der Krankheit. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Halsentzündung, Schnupfen, Husten oder allgemeine Kreislaufschwäche sind typische Symptome. Wichtig ist, die Grippe nicht mit einem grippalen Infekt (Erkältung) zu verwechseln. Die Symptome können zwar teilweise ähnlich sein, doch der Verlauf eines grippalen Infekts ist nicht annähernd so schwer. Es gibt selten Komplikationen.

 

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Wie steckt man sich mit der Grippe an? 

Grippeviren (Influenzaviren) sind über Tröpfcheninfektion leicht übertragbar, z. B. durch hustende Menschen, Händeschütteln, Haltegriffe, Türschnallen etc. Träger des Influenzavirus sind bereits ein bis zwei Tage vor Auftreten der ersten Symptome und bis zu sieben Tage danach ansteckend.

Eine einfache, aber wichtige Vorbeugung: häufiges und gründliches Händewaschen.

 

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Wie oft soll man sich impfen lassen und wie wirksam ist der Schutz? 

Grippeviren verändern sich ständig. Der Impfstoff wird jedes Jahr neu entwickelt und Sie müssen daher jedes Jahr zur Impfung gehen, wenn Sie sich schützen wollen. Ein 100-prozentiger Schutz besteht jedoch nicht.  Der Impfschutz setzt nach ein bis zwei Wochen ein und besteht ca. sechs bis zwölf Monate.  Eine Impfung kann eine Ansteckung in den meisten Fällen verhindern. Ein 100-prozentiger Schutz besteht jedoch nicht.  

 

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Was ist der richtige Zeitpunkt für die Grippeimpfung? 

Idealer Zeitpunkt ist der Herbst, und zwar noch vor Ausbruch der Grippeepidemie. Grundsätzlich kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt geimpft werden. 

 

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Welche Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen? 

  • Personen ab dem vollendeten 50. Lebensjahr
  • Personen mit chronischen Erkrankungen, z. B. Diabetes, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder der Lunge etc.
  • Personen, die im Gesundheitssystem arbeiten bzw. die Kontakt zu großen Menschengruppen haben (z. B. in Schulen, Supermärkten etc.)

 

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Kann man eine ausgebrochene Grippe behandeln? 

Grippe kann nicht ursächlich, sondern nur symptomatisch behandelt werden, z. B. durch Fiebersenkung, Schmerzreduktion (nur im Rahmen einer ärztlichen Behandlung!). Medikamente, welche den Krankheitsverlauf leicht verkürzen können, wirken nur, wenn man sie sofort  nach dem Auftreten der ersten Symptome  einnimmt.

 

Zuletzt aktualisiert am 18. Dezember 2017