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Primärversorgungseinrichtung

Primärversorgungseinheiten sind neben Einzelordinationen von Hausärzten eine neue Form der medizinischen Versorgung. Hier arbeiten verschiedene Gesundheitsberufe unter einem Dach oder als Netzwerk an mehreren Standorten: PVE haben Verträge mit den Krankenkrankenkassen. Mit der e-card können Versicherte alle Vertragsleistungen einer PVE nutzen. 


Was ist eine Primärversorgungseinrichtung (PVE)

Primärversorgungszentren und –netzwerke sind für die Patienten die erste Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema Gesundheit und Krankheit. In einer PVE arbeiten mindestens drei Allgemeinmediziner gemeinsam mit einem Team aus Diplomkrankenpflege, Ordinationsassistenz, Physio-, Logo-, Ergo- und Psychotherapie, Diätologie und Sozialberatung. Auch eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt sowie eine Hebamme können Teil des Teams sein. Die Vorteile für die Patienten sind u.a.:

  • erweiterte Öffnungszeiten
  • kurze Wege
  • eine eng abgestimmte Versorgung
  • neue Angebote für Gesundheitsförderung und Prävention


Welche Primärversorgungseinrichtungen (PVE) gibt es in Oberösterreich?

Aktuell gibt es in Oberösterreich  vier Primärversorgungseinheiten: Enns, Marchtrenk, Haslach an der Mühl und Sierning-Neuzeug. Insgesamt werden derzeit ca. 25.000 bis 30.000 Patienten in PVE versorgt. Bis 2021 werden 13 PVE in ganz Oberösterreich angestrebt, bis 2025 sollen flächendeckend 25 PVE entwickelt werden. 

Wer kann eine Primärversorgungseinrichtung (PVE) nutzen?

Primärversorgungseinheiten dienen grundsätzlich der Bevölkerung im räumlichen Umfeld der PVE. Sie haben ein definiertes Versorgungsgebiet. Um eine Überlastung zu vermeiden, können sie Patienten außerhalb dieses Versorgungsgebietes ablehnen. Bei medizinischen Notfällen besteht aber wie bei allen Ärzten eine Behandlungspflicht! 

Wie wirkt sich eine PVE auf die hausärztliche Versorgung aus?

Auch weiterhin können Menschen ihren Hausarzt bzw. ihre Hausärztin frei wählen. Das gilt auch für Ärzte und Ärztinnen in einer PVE. Ein Hausarzt mit einer eigenen Vertragspraxis kann auch nicht durch eine PVE verdrängt werden. Es ist möglich, dass sich mehrere Hausärzte zur Mitarbeit in einem Primärversorgungszentrum entschließen oder sich in Form eines Primärversorgungsnetzwerkes organisieren. In diesem Fall wird die Bevölkerung vor

Zuletzt aktualisiert am 23. November 2019