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Kein Recht auf Krankengeld

Es gibt ein paar Gründe, warum das Krankengeld nicht ausbezahlt wird. In manchen Fällen ist die versicherte Person selbst dafür verantwortlich, in anderen Fällen liegt es an gewissen rechtlichen Umständen.

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Fall 1: Kein Krankengeld und Versicherter ist selbst dafür verantwortlich 

  • Der Krankenstand wurde der OÖGKK nicht gemeldet. 
  • Sie haben einen Termin beim Chefarzt ohne wichtigen Grund nicht wahrgenommen oder Sie haben wiederholt die Krankenordnung bzw. ärztliche Anordnungen missachtet. Ob das Krankengeld gestrichen wird, entscheidet in diesen Fällen die OÖGKK nach eigenem Ermessen.   
  • Der Krankenstand ist Folge eines Raufhandels oder unmittelbare Folge von Alkohol- bzw. Drogenkonsum. 
  • Sie haben den Krankenstand absichtlich durch Selbstbeschädigung herbeigeführt. 
  • Der Krankenstand ist Folge einer mit Vorsatz begangenen Straftat, wegen der Sie zu einer mehr als einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt wurden. 
  • Während Haft, Untersuchungshaft und dergleichen besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Krankengeld.  
  • Bei Auslandsaufenthalt in bestimmten Fällen.   

In manchen dieser Fälle können die Angehörigen des Versicherten einen Teil des Krankengelds erhalten. Bestimmte Bedingungen müssen jedoch erfüllt sein.

  

Fall 2: Kein Krankengeld aus bestimmten rechtlichen Gründen 

Zu den wichtigsten Gründen zählen: 

  • Sie erhalten mehr als 50 % Ihres Erwerbseinkommens (Entgelt) weiter ausbezahlt. Erhalten Sie exakt 50 % des Entgelts, gebührt das Krankengeld zur Hälfte. Die Fortzahlung des Entgelts ist arbeitsrechtlich geregelt. Fragen Sie dazu Ihren Dienstgeber oder die linkArbeiterkammer.  
  • Bezug von bestimmten Geldleistungen, nämlich Wochengeld, Rehageld oder Übergangsgeld aus der Unfall- bzw. Pensionsversicherung. 
  • Sie sind Zivildiener.  
Zuletzt aktualisiert am 31. Oktober 2018