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Gesamtvertrag


Gesamtverträge regeln die Beziehungen zwischen gesetzlichen Krankenversicherungen und bestimmten Vertragspartnern, z. B. Vertragsärzten und ihren Interessenvertretungen. 

Den in Oberösterreich geltenden Gesamtvertrag schließt der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger mit der Ärztekammer für Oberösterreich ab – und zwar mit Zustimmung der OÖGKK. Der Hauptverband wirkt deshalb mit, damit bei allen Gesamtverträgen in Österreich einheitliche Grundsätze für die gesetzliche Krankenversicherung gelten. Der Gesamtvertrag legt Rechte und Pflichten für beide Seiten fest, etwa die Einhaltung bestimmter Vorgaben in der Behandlung von Patienten oder die Honorarordnung. Auf Basis des Gesamtvertrags hat jeder einzelne Kassenarzt einen Einzelvertrag mit der OÖGKK („Kassenvertrag“).

Abgesehen von den regionalen Gesamtverträgen der einzelnen Gebietskrankenkassen gibt es eine Reihe von Gesamtverträgen, die in ganz Österreich gelten – etwa jene mit der Zahnärztekammer, der Apothekerkammer oder dem Berufsverband österreichischer Psychologinnen und Psychologen.  linkMehr Informationen…

 

Vertragsloser Zustand

Wird ein Gesamtvertrag von einer der beiden Vertragsparteien gekündigt bzw. gelingt kein erneuter Vertragsabschluss, spricht man von einem „vertragslosen Zustand“. Diesen versuchen die Verhandlungspartner jedoch selbst bei härtesten Verhandlungen unbedingt zu vermeiden. Bei einem vertragslosen Zustand würden die Versicherten als Privatpatienten gesehen, die Abrechnung wäre dann gleich wie beim Wahlarzt bzw. Wahltherapeuten mit entsprechender Kostenerstattung

Gesamtverträge regeln nur einen Teil der Beziehungen, welche die OÖGKK zu Vertragspartnern hat. Zusätzlich gibt es noch eine große Zahl verschiedener privatrechtlicher Verträge mit Fachpersonen, Krankenhäusern, Vereinen und sonstigen Institutionen im Gesundheitswesen.  


Zuletzt aktualisiert am 22. Dezember 2016