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Schutzfrist und Toleranzfrist


Unter Schutzfrist versteht man eine Nachversicherungszeit, in der die Krankenversicherung noch Leistungen gewährt, obwohl die Pflichtversicherung nicht mehr besteht – etwa, weil jemand seinen Arbeitsplatz verloren hat. Die Schutzfrist dauert in der Regel sechs Wochen für Sachleistungen (z. B. ärztliche Behandlung). Verliert eine versicherte Person ihren Krankenversicherungsschutz, betrifft das auch eventuelle mitversicherte Angehörige. In diesem Fall gilt für die Angehörigen als Nachversicherungszeit eine sechswöchige Toleranzfrist. Hier gelten aber bestimmte Einschränkungen bei den Leistungen. Angehörige können die Mitversicherung auch aus anderen Gründen verlieren, z. B. durch Scheidung oder Erreichen der Volljährigkeit. Ob die Bedingungen für die Schutz- bzw. Toleranzfrist erfüllt sind, ist im Einzelfall zu klären.

 

Was tun, wenn die Krankenversicherung endet?

Wenn Sie aus welchem Grund auch immer Ihren Krankenversicherungsschutz verlieren: Warten Sie nicht auf das Ende der Nachversicherungszeit, sondern melden Sie sich so rasch wie möglich im OÖGKK-Kundenservice unter der Telefonnummer 05 7807 - 0. Übrigens: Wer eine linkLeistung des Arbeitsmarktservice AMS oder linkMindestsicherung bezieht, ist in der Regel krankenversichert. Sie müssen jedoch mit den zuständigen Stellen Kontakt aufnehmen. 


Zuletzt aktualisiert am 17. April 2018