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Pflichtversicherung


Eine Pflichtversicherung in der Sozialversicherung ist per Gesetz vorgeschrieben und gilt automatisch, sobald bestimmte Umstände eingetreten sind, z. B. wenn jemand eine Beschäftigung im Inland aufgenommen hat. Für die Pflichtversicherung sind gesetzlich vorgeschriebene Beiträge zu bezahlen.

Die Pflichtversicherung entsteht unabhängig davon, ob der Betroffene davon weiß oder sie wünscht. Sie endet automatisch, wenn die Umstände wegfallen. Wenn z. B. das Arbeitsverhältnis beendet wird und keine andere Pflichtversicherung eintritt- etwa, weil für Arbeitslosengeld die Vorversicherungszeiten fehlen-,  verliert der Betroffene seinen Versicherungsschutz. Eine Pflichtversicherung ist für nach dem ASVG versicherte Personen (das ist die Mehrheit der Österreicher) in drei Zweigen möglich: in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung. Wer ein Dienstverhältnis mit Vollversicherung hat, ist außerdem arbeitslosenversichert. Auch Personen, die nicht berufstätig sind, können in einem oder zwei Zweigen pflichtversichert sein (Teilversicherung). Wer z. B. geringfügig beschäftigt ist, ist nur unfallversichert. Pensionisten, Bezieher von Kinderbetreuungsgeld oder Mindestsicherung sind nur krankenversichert. Wer nicht pflichtversichert ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Mitversicherung als Familienangehöriger in Anspruch nehmen oder sich freiwillig selbst versichern.

Zuletzt aktualisiert am 16. Januar 2017